Angola interessiert uns aus vielerlei Gründen. Insbesondere, weil wir so wenig über Angola wissen. Luanda, die Hauptstadt zählt zu den teuersten Städten der Welt, und sogar einige Schweizer bereichern sich schamlos am Reichtum des Landes. Beispiele davon erscheinen in der Presse, doch es geschieht nichts.
Durch die Panama Papers wurde aufgedeckt, dass die SBB Verwaltungsratspräsidentin Monika Rybar gleichzeitig als Mitglied des Verwaltungsrates der Capoinvest AG in Zürich amtete. Das Geschäftsmodell der Capoinvest AG bezeichnen Experten als korrupt. Die Kommissionen für die Verwaltung des angolanischen Staatsfonds liegen 100% über dem Marktpreis. Was Frau Rybar wirklich tat, ausser einige Kontakte aus ihrem Netzwerk weiterzugeben, ist wenig bekannt.
Frau Rybar legte ihr Verwaltungsratmandat an ihrer Bewerbung bei der SBB nicht offen. Doch nichts änderte sich, als dies ans Licht kam, das Thema wurde totgeschwiegen. Meiner Ansicht nach ist es fraglich, können Kontakte auf solche Weise verkauft und damit noch höhere Gewinne erzielt werden.
Monika Rybar arbeitete in der Geschäftsleitung von Panalpina und wurde dafür ordentlich honoriert. Ich sehe nicht ein, weshalb es gebilligt werden sollte, dass Verbindungen einfachso mitgenommen werden können. In der Regel wird kein Fachwissen eingebracht, sondern vor allem Beziehungen.
Im Tagesanzeiger ist dazu ein ausführlicher Artikel erschienen;
Monika Rybar und Capoinvest.
Es sind weitere Schweizer Prominente in Fall verstrickt, passiert ist nichts, es musste sich niemand erklären. Von der Fachzeitschrift Afrika Süd gibt es einen ausführlichen Bericht
Die Capoinvest finanzierte zwar den Hafenausbau in Luanda, aber dies immerhin mittels angolanischen Finanzen. Meiner Meinung nach sollten solche Entscheidungen von der Landesregierung selbst getroffen werden und vor allem durch örtliche Institute begleitet werden.
Jetzt wo Angola in den Tourismusmarkt einsteigt, wäre es zu wissen, wer dahintersteckt. Dazu habe ein paar Fragen vorbereitet
Ich, ein gebranntes Kind?
Nur einmal verliess ich mich als Reiseveranstalter auf die Empfehlung eines Botschaftsmitarbeiters. Dies stellte sich leider als Betrugsfall heraus.Jegliche Verantwortung seitens der Botschaft wurde jedoch danach abgelehnt. Niemand setzte sich als rechtliche Unterstützung an meine Seite. Es war nicht die angolische Botschaft, doch ich wünsche mir mehr Verantwortung für die Menschen und ein faire Justiz.



