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Flamingo Lodge Namibi

Zuerst hatte ich gedacht, das die Flamingo Lodge in Namibia ist. Namibe ist eine Region in Angola, die Hauptstadt Mocamedes mit fast 300’000 Einwohnern. Nach Namibia sind es gute 200 km. Die Flamingo Lodge liegt ca. 40 km von Mocamedes entfernt.

Eine Familie betreut die Lodge, ich hatte via Facebook Kontakt aufgenommen, um Fotos und Texte gebeten, doch leider keine Antwort mehr erhalten. Deswegen habe ich bei Facebook nach Informationen gesucht und stelle hier einige schöne Bilder zur Verfügung.

Die Lodge hat einige Zimmer, ein Restaurant, feinen Fisch scheint es zu geben. Die Zimmer sind schön ausgestattet. Wahrscheinlich besteht auch die Möglichkeit zu zelten. Ich habe eine Frau Crause angeschrieben. Sie nach der Webseite gefragt, ist in Arbeit. Sie hat mir noch ein paar Bilder geschickt, die auf die tolle Meerestierwelt hinweisen

So verlinke ich nach Facebook

+27 74 200 3829
simone.crause@gmail.com
www.facebook.com/flamingo.lodge

Wie ein Land neu ausrichten?

Der Familienclan Dos Santos konnte sich jahrelang an Angola bereichern. Nun, gibt es eine neue Regierung, die gegen die Korruption vorgehen möchte. Ein netter Versuch, doch stecken Länder soviel im Sumpf, dass es kaum ein Entrinnen gibt. Ein Beitrag der Deutschen Welle charakterisiert das.

Keine Verhandlungen mit Dos Santos

Eine unabhängige Justiz ist oft ein schöner Traum. Vor allen in armen Ländern und mit Strukturen, wo schnell ein erfolgreicher Mann einigen riesigen Clan zufrieden stellen soll. Doch auf Angola und Afrika generell schimpfen ist zu einfach. Wir hatten in der Nachkriegszeit ein Wirtschaftswachstum, dass allen zugute gekommen ist.

Nun wird aber nichts mehr verteilt, die Reichen bestehen auf ihren Anteil, auch wenn für den Rest nichts übrigbleibt und die Armen immer mehr zu Almosenempfänger degradiert werden. Als Mehrheit der 99% haben wir die Macht, doch nutzen die nicht. Ganz im Gegensatz zu den 1%, die mit dezenten Mitteln immer mehr ihren Einfluss ausbauen.

Skandal Verwaltungsrat Capoinvest

Angola interessiert uns aus vielerlei Gründen. Insbesondere, weil wir so wenig über Angola wissen. Luanda, die Hauptstadt zählt zu den teuersten Städten der Welt, und sogar einige Schweizer bereichern sich schamlos am Reichtum des Landes. Beispiele davon erscheinen in der Presse, doch es geschieht nichts.

Durch die Panama Papers wurde aufgedeckt, dass die SBB Verwaltungsratspräsidentin Monika Rybar gleichzeitig als Mitglied des Verwaltungsrates der Capoinvest AG in Zürich amtete. Das Geschäftsmodell der Capoinvest AG bezeichnen Experten als korrupt. Die Kommissionen für die Verwaltung des angolanischen Staatsfonds liegen 100% über dem Marktpreis. Was Frau Rybar wirklich tat, ausser einige Kontakte aus ihrem Netzwerk weiterzugeben, ist wenig bekannt.

Frau Rybar legte ihr Verwaltungsratmandat an ihrer Bewerbung bei der SBB nicht offen. Doch nichts änderte sich, als dies ans Licht kam, das Thema wurde totgeschwiegen. Meiner Ansicht nach ist es fraglich, können Kontakte auf solche Weise verkauft und damit noch höhere Gewinne erzielt werden.

Monika Rybar arbeitete in der Geschäftsleitung von Panalpina und wurde dafür ordentlich honoriert. Ich sehe nicht ein, weshalb es gebilligt werden sollte, dass Verbindungen einfachso mitgenommen werden können.

Im Tagesanzeiger ist dazu ein ausführlicher Artikel erschienen;
Monika Rybar und Capoinvest.

Die Capoinvest finanzierte zwar den Hafenausbau in Luanda, aber dies immerhin mittels angolanischen Finanzen. Meiner Meinung nach sollten solche Entscheidungen von der Landesregierung selbst getroffen werden.

Ich, ein gebranntes Kind?

Als Verantwortlicher für Informatikprojekte hatte ich nie Anweisungen von Vorgesetzten erhalten. Ich stand in der vollen Verantwortung, selbst zu recherchieren, zu evaluieren und meine Lösungsansätze zu begründen.

Nur einmal verliess ich mich als Reiseveranstalter auf die Empfehlung eines Botschaftsmitarbeiters. Dies stellte sich leider als Betrugsfall heraus, Jegliche Verantwortung seitens der Botschaft wurde jedoch danach abgelehnt. Niemand setzte sich als rechtliche Unterstützung an meine Seite.

China Investitionen in Angola

China engagiert sich stark in Angola, das Oel wird für den heimischen Markt gebraucht und der Bedarf an Investitionen ist gewaltig. So werden Wohnung hochgezogen, deren Mietzinse zu den höchsten der Welt gehören und daneben leben Menschen für weniger als USD 2,- pro Tag in den Slums.

China rückt mit Bauunternehmen an und zieht Städte hoch. Arbeitnehmerrechte gibt es kaum, die Bienenfleissigkeit der Chinesen hatte ich selber auf einer Delegationsreise kennen gelernt. China arbeitet vor allem mit Krediten und sichert diese mit Rohstoffgeschäften ab.

Das Geld kommt vom chinesischen Staat, der über hohe Währungsreserven verfügt, die meisten privaten Rohstoffhändler können da nicht mithalten.

Angolaner sehen sich als gleichberechtigte Partner und und die Oberschicht verdient ganz gut am Handel mit. Für die Organisation und die qualifizierten Tätigkeiten lassen sich immer mehr Portugiesen im Land nieder.

China hat bewiesen, wie ein Land aus der Armut entfliehen, der Arbeitsethos, die Disziplin und die Investitionen aus der Diaspora fehlen Angola. Somit ist es fraglich, wem die Zusammenarbeit mit China langfristig nützt.

Sabine Fandrich hat 2007 einen interessanten Artikel des Engagements von China in Angola beschrieben. Sie zeigt sehr gut auf, wie China langfristig Rohstoffe sowie Agrarprodukte sichern will und sich Angola als Absatzmarkt für die Billigprodukte erschliesst.

Dynamik im Tourismus?

Luanda, immer wieder Luanda, dorthin geht der meiste Tourismus hin und man spricht davon, dass 100’000 Menschen dort in der Tourismusindustrie arbeiten.

Doch wie soll sich der Tourismus entwickeln, in einen Land, dessen Regierung sich hauptsächlich den Rohstoffgeschäft widmet. Natürlich werden mit den Geldern Strassen und Krankenhäuser errichtet, sowie die Bildung bezahlt. Doch alles ist zentriert auf Luanda.

Dabei ist die Atlantikküste 1700 km, es gibt herrliche Gebirge und Savannen. Ein Grossteil ist wüstenähnlich. Das Land erinnert an Namibia, nur eben ohne Touristen. Denn heute bedeutet Tourismus vor allem Geschäftstourismus und Ausflüge in die Umgebung.

Im Süden leben viele Elefanten, Nashörner, Zebras oder auch Nilpferde, die bei einer Safari erkundet werden kann. Im Norden befinden sich Tropenwälder, die durchwandert werden können.

Entsteht nun eine Dynamik im Tourismus? Ich weiss es nicht, in der Presse ist nichts zu lesen und die Informationen fliessen noch immer spärlich. Dennoch biete ich gerne Unterstützung an und helfe eine Reise vorzubereiten.